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Kremenholler Bergwerk
Dass es im Stadtteil Kremenholl ein für die damalige Zeit "größeres" Bergwerk gab, wissen Remscheider nicht. Aber wo genau nach den Resten zu suchen war, ist den wenigsten bekannt. Eher durch Zufall – aber auch, weil er mit geschultem Blick genau hinschaut - hat Manfred Kostryki Hinweise auf das alte Bergwerk gefunden. " Ich war selber Bergmann, und halte immer Ausschau, selbst im Urlaub habe ich Helm und Lampe dabei." Unter jedem Bodenloch wittert er einen Stollen.
Im Gespräch mit dem Kremenholler Otto Hager kam er dem Bergwerk auf die Spur. Auf dem Grundstück von Herr Hager befand sich noch eine alte Halde. Ein kleines Rinnsal, das hier verlief, verfolgte er zurück. Oberhalb auf einem bebauten Grundstück fand er ein Mundloch. Den Überlieferungen zufolge handelte es sich hierbei um den Eingang in ein Untertagebergwerk, das um 1900 noch begehbar war. Hier ist zu Blütezeiten des Erzbergbaus, ab 1857, in großem Umfang mit Loren das Material ans Tageslicht befördert worden.
Das Berwerk Kremenholl bestand aus den in der Nachbarschaft liegenden Stollen der Bergwerke Friedrich Wilhelm, Glückauf, Schüttendelle, Kronenberg II und Ferdinand. DIe einzelnen Stollen sind später in das Bergwerk Kremenholl übergegangen. Daher liegt die Vermutung nahe das zwischen diesen Bergwerken heute noch ein weitverzweigtes Stollensystem existiert.
Im Frühjahr möchte sich Manfred Kostryki einmal genauer mit seinem Fund beschäftigen. "Es kribbelt jetzt schon in den Fingern, wenn ich nur daran denke", gesteht er. Sicher werden im Vorfeld noch einige Gespräche zu führen sein. Das Kremenholler Bergwerk ist noch voller Geheimnisse und es lässt sich sicherlich das ein oder andere Fundstück noch finden.
Manfred Kostryki, Remscheid


