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Konsumgenossenschaft "Einigkeit" am Rosenhügel
Konsumgenossenschaft "Einigkeit" am Rosenhügel
Das Bergische Land ist reich an baulichen Zeugen aus der Hochphase des genossenschaftlichen Lebens im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. So gab es verschiedene Konsumgenossen-
schaften, die Lebensmittel und Gebrauchsgüter produzierten und diese preisgünstig an ihre Mitglieder abgaben. Die Genossenschaft "Einigkeit", die 1901 in Remscheid gegründet wurde, war eine solche Einrichtung.
Der zentrale Gebäudekomplex der Genossenschaft mit Verwaltung, Lagergebäuden und Großbäckerei, der heute noch - allerdings stark verändert - existiert, befindet sich an der Rosenhügeler Straße. Das sogenannte "Saalgebäude" mit der Kellerei, der Abfüllerei und später dem Gemüselager der Konsumgenossenschaft wurde in den 1920er Jahren als Erweiterungsbau auf dem Gelände errichtet. Das Gebäude besteht noch heute weitgehend in seiner ursprünglichen Form, obwohl es durch den Luftangriff in der Nacht vom 30. auf den 31 Juli 1943 teilweise zerstört wurde.
Nach der Gleichschaltung in der Zeit des dritten Reiches wurde die Genossenschaft bereits im Sommer 1946 neu gegründet. Die Zentrale blieb bis zur Fusion der Remscheider und der Wuppertaler Konsumgenossenschaft 1966/67 an der Rosenhügeler Straße. Anschließend wurde das "Saalgebäude" von der Firma Vaillant genutzt.
Neben der genossenschaftlichen Vergangenheit bietet das Gebäude auch baulich Besonderheiten: Unterhalb des eigentlichen Erdgeschosses mit dem Hauptzugang liegen drei Kellergeschosse, die praktisch in den Hang hinein gebaut wurden. Tritt man von der Vorderseite an den Bau heran, bleibt einem dessen Größe verborgen. Erst von innen beim Gang durch die verschiedenen Etagen wird das gesamte Ausmaß des Gebäudes deutlich.
Das ehemalige "Saalgebäude" befindet sich heute im Besitz der Stadt Remscheid. Es grenzt in nordwestlicher Richtung an den zwischen Rosenhügeler Straße und Loborner Straße gelegenen Bolzplatz und ist von der Rosenhügeler Straße über die Zufahrt zum Parkhaus Zentrum-Süd erreichbar.
Angelika Schweiger-Walther, Remscheid


