Der Bismarckturm in Remscheid

Otto von Bismarck (01.04.1815 - 30.07.1898), der "Reichsschmied" und "Bauherr des Reiches", starb 1898. Dem "Eisernen Kanzler" zum Gedenken entstanden in der Folgezeit zahlreiche Ehrenmale, so auch der Bismarckturm (Dr.-Hans-Schäfer-Sternwarte) in Remscheid. Die "Feier der Grundsteinlegung des Bismarckturmes im Stadtparke zu Remscheid" fand am 01.04.1900 statt, ihr ging eine Ausschreibung des Remscheider Verschönerungsverein voraus. Eingereicht wurden 195 Entwürfe; den ersten Preis erzielten die Architekten F. Pützer und H. Jansen aus Aachen, deren Entwurf mit dem Kennwort "Dem Reichsschmied" gekennzeichnet war

Mit den meisten anderen Entwürfen war man nicht so richtig glücklich: Sie waren zu teuer, hatten "unbequeme Treppenanlagen", zu viel Holz und einige wurden sogar als "unsicher erscheinende Konstruktionen" bezeichnet.

Bei dem Aachener Entwurf war alles besser durchdacht, allerdings musste auch hier noch nachgearbeitet werden. Sockel und Turmschaft des natursteinsichtigen, 26,80 m hohen Bismarckturmes bestehen aus Basaltlava bzw. Dolomitgestein. Erker, Gesimse, Portalkranz und Wappen sind aus Sandstein erstellt. Für die Kopfdarstellungen unterhalb der Plattform kam ursprünglich wahrscheinlich ein Mörtel aus Lavaschlacke bzw. gebrochenem Gestein zur Anwendung. Einst bekrönte ein Pyramidendach mit der Skulptur eines Adlers den Turm. Während des 2. Weltkriegs stark zerstört, wurde 1964/65 der Bismarckturm durch eine Kuppel bedacht, die jetzt die Dr.-Hans-Schäfer-Sternwarte beherbergt.

Der Bismarckturm wurde am 20.11.1984 in die Denkmalliste der Stadt Remscheid eingetragen.


Angela Koch, Remscheid