- Mitmach-Aktion: Verborgene Schätze
- in Remscheid
- Alte Eisenstraße
- Altes Mannesmann Verwaltungsgebäude
- Cembalobau im Bergischen
- Der Bismarckturm in Remscheid
- Destille Frantzen
- Diederichstempel
- Eschbachtalsperre
- Grab von Daniel Schürmann
- Hardt-Pavillon in Remscheid-Lennep
- Initiativkreis Stadtteil Kremenholl
- Konsumgenossenschaft "Einigkeit" am Rosenhügel
- Kremenholler Bergwerk
- Panzertalsperre
- Rentengutsiedlung Lennep
- St. Jakobstollen, im Lobachtal
- Teo-Otto-Theater in Remscheid
- Westdeutsches Tourneetheater
- Wohnhaus der Konsumgenossenschaft "Einigkeit"
- Wohnsiedlung "Auf’m Heidchen"
- in Solingen
- in Wuppertal
- in der Umgebung
- Die Aufrufe
- Presse
Altes Mannesmann Verwaltungsgebäude
Der 3-geschossige Bau (als Baujahr ist 1916 angegeben), steht umgeben von zahlreichen Werkshallen in Remscheid an der Lempstraße. Ein architektonisches Juwel, repräsentativ, aber nicht protzig, ein verputzter Backsteinbau, der Mitte 1980 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Das Gebäude gehört heute der Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH. Es diente schon immer als Verwaltungsgebäude, erst in der Nachkriegszeit wurde in den beiden oberen Geschossen aufgrund des Mangels an Wohnraum mit der Wohnnutzung begonnen. Es wurde überwiegend an Firmenangehörige vermietet.
Über dem säulengetragenen Portal ist ein Relief zu sehen: Zwei Hünen schieben einen Rammbock. Möglicherweise ist das ein Sinnbild für die Firmenphilosophie: Gemeinsam sind wir stark. Weitere Reliefs in den Brüstungsfeldern zeigen weitere Industriearbeiterdarstellungen.
Durch ein großzügiges, klassizistisch gestaltetes Haupt-Treppenhaus mit Massivholzstufen- und -geländern aus Eiche kommt man zum Herzstück des Gebäudes: eine "historische Kroll-Oper" im 2. und 3. Obergeschoß, eine im Inneren gelegene Halle. Tageslicht fällt durch das große Glassatteldach ins Innere, eine umlaufende Galerie mit stuckverzierten Balustraden und Wandpfeilern erschließt weitere Räume, die Bodenflächen sind mit Eichen-Parkett belegt, helle Farben dominieren. Als Festsaal wurde der Saal anscheinend nicht genutzt, sondern als Erschließungshalle, wenngleich Assoziationen zu alten Opernhäusern geweckt werden.
Vor Jahren wurde im Zuge von Sanierungsarbeiten am Verwaltungsgebäude der alte Tresor von Heinz Mannesmann geöffnet. Da keine Schlüssel mehr vorhanden waren, mußte er aufgebrochen werden. Es war schon erstaunlich, welche "Schätze" er freigab: einen alten Frack, ein paar Skier, eine Munitionsschachtel gefüllt mit Zucker. Keine Reichtümer, sondern ein paar Sachen, die von ganz persönlichem Wert gewesen sein mögen.
Heute sind in dem Gebäude unterschiedliche Produktions- und Handelsunternehmen in den Bereichen Werkzeuge und Armaturen tätig.
Birgit Peters, Solingen


