Freiraumprogramm

Vorhandene Freiraumstrukturen punktuell ergänzen und verbessern – sowohl im Tal als auch auf den Höhen – war das Ziel eines umfassenden Freiraumprogramms in Wuppertal. Einerseits erschien es lange Zeit so, als würde die Stadt Wuppertal „ihrem“ Fluss, der Wupper, den Rücken zukehren. Der frühere Industriefluss ist versteckt und seine Qualitäten als stadtbildprägender Fluss sind kaum wahrzunehmen. Andererseits hat die Stadt viel abwechslungsreiches Grün zu bieten: mitten in der Stadt, entlang der Wupper, auf den Hängen und Höhenrücken. Das ist ein „Plus“ für Wuppertal, das es lohnt weiterzuentwickeln, zu vernetzen und zu qualifizieren.

Die Aufwertung des Stadtflusses ist daher einer der drei Schwerpunkte des Freiraumprogramms. Um die Wupper als Rückgrat der Stadt wieder als Lebensader erlebbar zu machen, wurde im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung nach Lösungen gesucht: So entstand die Idee, entlang des Flusses Wupperbalkone, Wupperpromenaden und Wupperstrände zu errichten. Unter dem Titel „Leitlinie Wupper“ wurde ein umfassendes Maßnahmeprogramm durch die Landschaftsarchitekten Davids, Terfrüchte und Partner entwickelt.

„Historische Parks neu entdecken“ bildet den zweiten Schwerpunkt des Freiraumprogramms. Neue Akzente und punktuelle Erneuerungen auf dem Nützenberg, der Hardt und den Barmer Anlagen sollten den historischen Parkanlagen auf den Wuppertaler Höhen zusätzliche Bedeutung, ein verändertes Gesicht und damit neue Aufmerksamkeit verleihen. Die Pflege und Instandhaltung dieser Parks, Gärten und historischen Aussichtstürme hat in Wuppertal eine langjährige Tradition, an der neben der Kommune eine Reihe von Vereinen nachhaltig beteiligt ist. Das Freiraumprogramm greift dieses produktive Zusammenwirken von privatem und öffentlichem Engagement auf.

Die Verbindung der beiden zentralen Freiraumelemente Wupper und historische Parkanlagen bildet den dritten Schwerpunkt des Freiraumprogramms: Unter dem Titel „Wege aus dem Tal auf die Höhen“ vermitteln ausgewählte Wegverbindungen vom Tal zu den historischen Parkanlagen Nützenberg, Hardt und Barmer Anlagen neue Perspektiven auf die Stadt und bieten neue Aufenthaltsräume.

Ein weiterer Bestandteil des Freiraumprogramms trägt den Titel „Sichtweisen" – Kunst auf der Talachse: Fünf international renommierte Künstlerinnen und Künstler – Tony Cragg, Robert Elfgen, Harald Klingelhöller, Cornelia Parker und Ina Weber – wurden eingeladen, die topografische, städtebauliche sowie soziale Situation der Stadt Wuppertal zu erkunden und mit künstlerischen Projekten im öffentlichen Raum auf die vorgefundenen Gegebenheiten zu reagieren.

Trägerin:

Stadt Wuppertal

Kosten:

Projektvolumen: 12,15 Mio Euro, zu 70% gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen. „Kunst auf der Talachse“ außerdem unter Beteiligung der Kunststiftung NRW, Jackstädt-Stiftung und die Barmenia Versicherungen

Handlungsprogramm:

Danielzik+Leuchter, Landschaftsarchitekten, Duisburg; ASToC Architects & Planners, Köln; Armin Henne, Landschaftsarchitekt, Wuppertal; Dr. Antonia Dinnebier, Dinnebier Landscape,Wuppertal; Diemut Schilling, Künstlerin, Wuppertal.

Zeitplan:

Planungsbeginn und Ausschreibung der Wettbewerbe: Sommer 2003,
Baubeginn Februar 2006. Viele Einzelmaßnahmen des Freiraumprogramms Talachsekonnten 2006 fertig gestellt und während der BergischenExpo ‘06 an die öffentlichkeit übergeben werden.
Fertigstellung sämtlicher Einzelmaßnahmen: voraussichtlich 2008

Kooperationspartner:

Barmer Verschönerungsverein; Verein der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Wuppertal e. V.; Wupperverband; Universität Wuppertal; Künstlerinnen und Künstler; Wuppertaler Schülerinnen und Schüler sowie Anwohner von Projektorten

Ansprechpartner und Informationen:

Stadt Wuppertal,
Cordula Brendel,
Tel.: 0202 / 563 54 78,
cordula.brendel[@]stadt-wuppertal.de