Erlebnisweg Eschbach
Früher standen im Eschbachtal zahlreiche Kleinstbetriebe, die sich die Wasserkraft zunutze machten, vor allem Hämmer und Schleifkotten. Zwar stehen nur noch wenige von diesen alten Gebäuden, aber bei genauem Hinsehen finden sich noch jede Menge Spuren und Reste dieser frühen Industriekultur. Alte Grabensysteme, die den Bach einstmals den Wasserrädern zuleiteten, Dämme, Aufschüttungen, geschichtete Steinmauern und mannshohe Tore als Wasserdurchlässe zu Stauteichen zeugen von der frühen Industrialisierung dieses heute so idyllischen Flusslaufs, den die Natur zurückerobert hat.
Auch hier hat eine Künstlerin gearbeitet: „1000Wassertal“ ist der Titel einer künstlerischen Arbeit von Ulrike Böhme, die im Remscheider Eschbachtal und entlang der Wupper auf Solinger Stadtgebiet zu finden ist. Dabei wird die Vielfalt des Wassers über „Wahrnehmungsobjekte“ erlebbar gemacht: Auge und Ohr werden durch diese Objekte 'geführt', um seine Geheimnisse zu entdecken oder sich seiner Poesie und seiner Musik bewusst zu werden: Dazu gehören Wasser-Sehrohre, Wasser-Hörrohre und Regen-Hörtonnen. Sie leiten Blicke und Laute, sie bringen Regen zum Klingen. Die Bedeutung des Wassers hat sich zwar im letzten Jahrhundert grundsätzlich verändert, die alten Namen der wasserbetriebenen Hämmer sind jedoch geblieben. Im Rahmen der künstlerischen Arbeit wurden daher für die Objekte Namen gesucht, um dem Wasser noch weitere, neue Namen zu geben. Namen, die die Vielfalt des Wassers erlebbar machen und seine neuen Bedeutungen erkennen lassen. Die Namen haben die Besucher der Wanderwege erdacht und eingereicht. Die schönsten sind ausgewählt worden und sind einschließlich der Absender auf jedem Objekt montiert. 12 Objekte sind installiert, weitere können über Sponsorenschaften folgen.
Weitere Informationen zum Kunstprojekt:
www.bergische-expo.com/index.php



