Wandern am Morsbach
Die 13 km lange Nord-Süd-Verbindung führt ab dem Remscheider Clemenshammer entlang des Morsbaches bis zur Mündung in die Wupper unmittelbar am Eingang zum Brückenpark Müngsten. Der Morsbach war einst einer der „fleißigsten“ Bäche in der Region, da er einstmals 42 Hammerwerke und 40 Schleifkotten in Bewegung setzte. Bis heute können Wanderer sich hier auf eine spannende Spurensuche nach Zeugnissen frühester Industriekultur begeben.
Die Ideen der Landschaftsarchitektin Martina Hoff und der Künstlerin BILLIE bringen diesen Landschaftsraum zum „Erzählen“. Die „Felsenpoesie“ ist buchstäblich „ansprechende“ Kunst, die zwischen Gerstau und der Mündung in die Wupper auf die Felsen am Wegesrand und auf neu angelegten Steinen angebracht wurde.
„Flaschenpost“ ist der Titel eines weiteren Kunstwerkes. „Setz Dich an den Bach und sei einfach da. Das Lied des Wassers wird deine Sorgen aufnehmen und sie hinab zum Meer tragen“ - „Fallende Äste im schönsten Moment…“ - „Ich habe eine Blume getötet. Das tut mir leid“ – „Ich wünsche, dass ich einen Bär sehe“. All das sind ganz persönliche Botschaften und Assoziationen, die Menschen auf Steine aufgebracht und im Morsbachtal verteilt haben. 3000 Menschen aus allen Altersklassen haben an „Flaschenpost“ mitgewirkt, einem Werk der Wuppertaler Künstlerin Diemut Schilling. Die Botschaften sind ganz unterschiedlich: Es handelt sich um Fragmente aus Liedtexten, persönliche Eindrücke oder chemische Formeln. Die Botschaftssteine konnten gesucht, gefunden, verschoben werden – in diesem Kunstwerk war eine entsprechende Dynamik angelegt. Es wurde in Kooperation mit der Landschaftsarchitektin Dr. Antonia Dinnebier umgesetzt.
Weitere Information zum Projekt Flaschenpost:
www.bergische-expo.com/index.php



